Letztes Wochenende war Fam. Morrenth jun. (Flo, Jenti, ich) wieder brav trainieren fuer unseren Mega-Trek auf den Merapeak im Oktober. Weil wir wuerden ja gern auf dem 6500m Gipfel stehen und nicht schon im Basislager speiben und von nix kommt eben nix. Somit gings fruehmorgens los auf den hoechsten Berg im Kathmandu-Tal, den Pulchowki-Mai mit stolzen 2740m. Da es Regenzeit ist waren wir die einzigen, die unterwegs waren, bis auf...tausende Regenwuermer, die sich die Sonne auf den Bauch scheinen liessen (dabei oft einwenig zu Viel Sonne abbekamen, elendiglich verreckten und dann um die Wette gestunken haben). Ich hab in meinem Leben noch NIE soviele Regenwuermer auf einem Haufen gesehen! Die Strassen waren zT flaechendeckend von Regenwuermern bedeckt, sodass man unweigerlich auf ihnen gehen musste, zT waren die Boeschungen auf der Strasse von tausenden und tausenden sich wurlnden Wuermern gesaeumt! Das lustige war, dass ich anfangs noch einzelne Regenwuermer liebevoll mit einem Steckerl von der Strasse entfernte, damit niemand versehentlich drauftritt. Da wusste ich noch nicht, dass ich, 2 mal um die naechste Ecke biegend mich eine wahre Regenwurmfriedhofs-hoelle erwartet!!
Nichts destotrotz erklommen wir den Gipfel, auf dem eine Militaerbasis steht, wo 41 nepalesische Soldaten gehorsam einen Funkturm bewachen und fuer die wir wahrlich eine willkommene Unterhaltung waren. Da rund um die Militaerbasis Schilder aufgetellt waren, die warnten, dass auf alles geschossen wird, was sich nach 17:00 in der Umgebung der Militaerbasis aufhaelt, traten wir den Rueckweg an.
Wir rutschten ueber Schleichwege im Wald, gepolstert und gesaeumt von abertausenden von Regenwuermern den Berg hinab.
Doch im Wald lauerten nicht nur Wuermer! Auch Blutegel gibt es in der Regenzeit im feuchten Gelaende en masse! Eines dieser schirchen ekligen Viecher biss sich in Jenti's Nase fest!!!! Blutegel lassen sich alleine mit Zugkraft nicht runterziehen, aber sie reagieren auf Salz. Somit hielt ich Jenti fest und Florian salzte ihr frischfroehlich ins Gesicht, was sie nicht soo leiwand fand. Haette sie still gehalten, haetten wir vielleicht das rechte Nasenloch getroffen, in dem es sich der Blutegel in der Zwischenzeit gemuetlich machte. Da sie sich wie wild wund, haben wir ihr wahrscheinlich mehr in die Augen, den Mund und auf die Schnauze gesalzt als auf den Blutegel. Wir gaben schliesslich auf, Jenti fluechtete auf Sicherheitsabstand in den Wald, ich bekam einen hysterischen Weinanfall da ich dachte mein Hund muss sterben und grimm stiegen wir weiter in die Tiefe. Nur Jenti war frohen Mutes, da sie keinen Tau hatte, was eigentlich vor sich ging. Als wir im Tal angekommen waren, war der Blutegel schon so dick angesaugt, dass er aus der Nase quoll und schliesslich, bei der Heimfahrt im Bus (wobei 10 Nepalesen staendig abwechselnd mit dem Finger auf uns und auf den Blutegel an Jenti's Nase zeigten) einfach abfiel.
Was fuer eine Erleichterung! Der Tierarzt bestaetigte uebers Telefon, dass sie auser Lebensgefahr waere und Blutegeln an Hunden (und Menschen) etwas voellig normales und harmloses waeren...
Als ich an dem Abend die Augen schloss, sah ich jedenfalls nur Regenwuermer und Blutegel, was fuer ein Alptraum!