Unser Sommer-Christkind ist heute 6 Monate alt. Wo ich im August Angst hatte, dass ich es nicht schaff bis er 3 Monate alt ist, regiert er jetzt schon ein halbes Jahr unser Leben.
Es hat sich einiges positives getan seit dem wir Ende November nach Garsten gekommen und in unsere neue Wohnung eingezogen sind: Finn ist zum 1.x in sowas wie eine Routine gefallen und schläft täglich um die frühe Nachmittagszeit rund 2 Stunden im Kinderwagen (!). Dieses für den Leser sicherlich banale Faktum erleichtert uns Eltern das Leben enorm, weil Dinge plötzlich planbar sind! Überhaupt sind die Tage wirklich schön und unterhaltsam mit ihm. Wo wir Anfang Oktober schöne Erlebnisse mit Finn noch an einer Hand (oder genauer gesagt an einem Finger) abzählen konnten, ist es jetzt genau umgekehrt da es fast ausschliesslich super mit ihm ist:
Er interessiert sich für alles, jedes Geräusch, jeden Gegenstand, alles will er untersuchen und schütteln und dann zu Boden werfen. Er ist leicht zu unterhalten, lacht laut wenn man ihm ein Spielzeug zeigt, ihm Blödsinn erzählt oder den Bauch kitzelt. Er liebt es beim Kochen zuzusehen und Jenti am Schwanz zu erwischen. Wir waren Babyschwimmen und waren stundenlang im Schnee spazieren. Oma und Opa, seine Onkeln sowie Freunde (danke Eva, Meli, Ute, Ulli und Claudia) und Verwandte haben uns oft besucht und Finn hat die vielen neuen Gesichter freundlich angelächelt (ausser meine T. Traudi, da hat er wild zu schreien begonnen, als er die sah, warum wohl? wir werden es wohl nie erfahren).
Was auch neu und mit Fewa-Wolle-gewaschen-toll ist, dass ich nach dem Bub ins Bett bringen wieder etwas Zeit für mich oder mit Florian habe bzw. mir diese nehme. Wobei nehmen der exaktere Ausdruck ist, da die Zeit tatsächlich 1:1 vom Nachtschlaf abgezwackt wird, was mich zum nächsten Punkt bringt:
Ich hab bewusst geschrieben die 'Tage' sind schön und verglichen zu was wir schon alles hinter uns haben wirklich leicht. Leider kann man das (noch) nicht von den Nächten sagen. Als ich letzens den Zahnarzt-Besuch nützte, um ein paar Minuten nachzuschlafen und auszuruhen, wusste ich endgültig, dass es an der Zeit war, etwas zu ändern. Denn nach 4 Monaten kaum länger als 2h am Stück schlafen wobei 2h schon lang sind, glaubt man irgendwann nimma daran, dass es 'von allein' besser wird.
Gott sei Dank ist hier am Land ja alles nahegelegen: Die Post ist ums Eck, der Billa nur den Berg hoch, die Natur vor der Tür, die Oma gegenüber. So war es kein Wunder, dass auch eine hellsichtige Geistheilerin in Gehweite zu uns wohnt. Die hat Finn von einer Blasenmeridianblockade befreit und meint darüber hinaus dass ich Finn 'loslassen' müsste, dann wird er bestimmt besser schlafen. Leichter gesagt als getan denn was genau unter 'loslassen' zu verstehen ist, weiss niemand so genau.
Unser 1.Weihnachten als kleine Familie haben wir auch souverän über die Bühne gebracht. Gut getimed wurde Fondue gegessen, währenddessen wurde Finn von einem zum nächsten gereicht. Dann hat Finn die Lichter am Baum bestaunt während Mama & Papa seine Packerl auspacken durften. Aus der Christmette wurde dieses Jahr leider nichts, aber für 2011 stehts an Stelle 5 meiner Vorsatzliste!
Die Zeit in Garsten war unschlagbar supergenial cool. Besonderer Dank gilt
*meiner Mama: für die exzellente Verköstigung und sonstiges rund-um-die-Uhr Mama-sein (heimlich unsere Clever-Milch gegen Tiroler Biobergbauernmilch austauschen usw.)
*meinem Papa: fürs endlose Ennsrunden drehen und fürs Kinderwagen weiterschieben wenn ich Jenti aus dem Fell eines anderen Hundes wegreissen musste.
* Claudia, die mit mir trotz Schneesturm und 80km Winböhen Kinderwagerl fahren ging, denn nur Hardcore-Mamas kommen durch.
und nicht zuletzt
*dem besten aller Ehemänner: für alles was er mir ist! Danke! Du weisst wofür!
Über-übermorgen gehts nach Brüssel zurück und man glaubt es kaum, aber ich freu mich drauf. Am 3. Jänner arbeit ich wieder! Ich freu mich drauf, gezwungen zu sein, was anderes wie Jogger und angesabberte Stillkleidung anziehen zu müssen. Eine neue Zeit bricht an und Veränderung ist immer positiv. Stillstand ist Rückschritt.
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