Wenn ich die Augen schliesse und das letzte Jahr revue passieren lasse, fallen mir spontan folgendes Erlebtes ein:
* wie nervös ich war bei meiner Abschiedsrede vor meinen UNICEF Kollegen.
* wie Florian und ich geweint haben, weil Jenti in der Qatar Maschine fast 20h allein war und wie ich dem Bodenpersonal in Doha an die Gurgel gesprungen bin weil sie sie fast nach Afrika geschickt hätten.
* wie sich unsere Landlady in Nepal vor unser endgültigen Rückreise von uns verabschiedete als würden wir uns morgen wieder sehen ('Ja pfiart euch, ich mss jetzt gehen, bin spät dran, winke winke')
* als Jenti den Schnee entdeckte und nach langem Zögern entdeckte, dass man da hineinpinkeln kann
* die lange Autofahrt nach Brüssel währenddessen Jenti an der Windschutzscheibe klebte
* dass Jenti in unserer Brüsseler Übergangswohnung bei uns im Bett schlafen durfte und es dort so heiss war weil wir permanent heizten weils gratis war.
* viele Fahrten zum Ikea und dass Flo alle Möbel alleine zusammenbauen musste weil ich nicht mal Beine an einen Tisch schrauben vermag
* dass es anstrengend war im 9. Monat einen Hügel bergauf zu gehen und dass ich rad gefahren bin wie ein Mann, der cojones wie ein Stier hat.
* dass ich meiner Mutter empört ins Gesicht gefahren bin, als sie es wagte mich 3M vor der Geburt zu fragen, ob ich denn schon Gwand fürs Buzzi hätt. Natürlich nicht. Damals hatte ich grad halt mal eine Wohnung in BXL gefunden und ein Dach überm Kopf.
* wie elendiglich heiss es nach der Geburt im stickigen Krankenhauszimmer und auch daheim war und wie wir alle fast permanent nur nackt rumliefen, ausser Jenti - die Arme konnte ihr Fell nicht ausziehen
* die vielen Stunden die ich mit Bub umgeschnallt und Jenti im Park spazierend verbrachte, wobei besonders Jentis Aufmischen des Streichelzoos und der Tränenausbruch vor den Parkwächtern im Park de Woluwe in Erinnerung geblieben sind.
* der Abend als ich unseren Nachbarn vor der Tür traf, ich in Tränen aufgelöst weil Finn nur weinte und Flo ihn gepuckt 'rollte' bis er niederging
* Essen im stehen oder am Boden
* die vielen gestörten Nächte und die ganz wenigen, in denen Finn brav geschlafen hat und wie happy ich war in der früh und voller Hoffnung
* dass ich kein Daheim hab wie andere Menschen sondern mein Daheim dort ist, wo Florian, Finn und Jenti sind
* dass wir von meiner Mutter per email informiert wurden, dass wir eine Wohnung gekauft haben ('Wohnung gekauft. LG Mutti')
* dass ich es super fand, dass Ute, Meli und Eva die Mühen auf sich nahmen, nach Garsten zu kommen um mich zu besuchen
* dass ich gern arbeite und dort, wo ich jetzt bin, gut hinpasse
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