11 Monate ist irgendwie scheisse. Weil der grosse 1. Geburtstag steht an und stellt den 11.monatigen Geburtstag völlig in den Schatten. Aber gut, ein paar Zeilen schaff ich schon.
Wir haben Frankreich gut überstanden!! Auf einer Skala von 1 (furchtbar, nie wieder, Hölle) und 10 (geiler erholsamer Urlaub) lag Frankreich wahrscheinlich auf einer 6,5.
Erholsam ist mit Baby sowieso nix mehr aber er hat wirklich sehr brav mitgespielt. Rückblickend hab ich keine Ahnung mehr wie wir die lange Autofahrt überstanden haben aber irgendwann waren wir plötzlich dort und standen völlig fertig im 5 Seelendorf 'Rimont' im Herzen der Burgund, wo Sabine zur Sr. Esther wurde und seit 2 Jahren dort als Nonne der Johannesbrüdergemeinschaft lebt.
Finn war der Star unter den Nonnen, hat supergerne mitm Weihwasser in der Kirche gepritschelt und hat zum 1.mal in einem Pool gebadet (es war super heiss!). Zum Essen waren wir immer bei den Brüdern oder den Schwestern eingeladen. Dort wird schweigend gegessen, das einzige was man hörte ist das Klappern des Bestecks...und Finns Gebrabbel - er lässt sich nicht so schnell den Mund verbieten (von wem er das wohl hat?). Als ihn ein schwarzer Mönch vom Boden zu sich hoch in den Arm nahm bekam er einen furchtbaren Schreck, riss die Augen erstaunt auf und fing dann zu weinen an ;)(er wird doch kein Rassist werden?)
Abends haben wir uns in der Abendsonne auf dem Balkon mit 3 österreichischen Brüdern und Sr. Esther, Käse, Baguette und abgelaufene Pizza mit Salat essend über den Sinn des Lebens, das Leben im Kloster und Gott und die Welt unterhalten während Finn schon mützte.
Das Schönste an Frankreich war das Wiedersehen mit Sr. Esther. 4 Jahre, wo wir uns viele Briefe aus allen Erdteilen der Welt geschrieben haben, und nun endlich ein Wiedersehen - wunderschön!
Noch kurz zu Finn: Er krabbelt mittlerweile die Stufen ins Obergeschoss nicht nur hinauf sondern auch wieder runter. Er winkt, zeigt, versucht zu klatschen. Er liebt es, Jenti mit seinem oder ihrem Essen zu füttern und Dinge in Gefässe zu werfen. Auch feinmotorisch verändert er sich: er kann einen Labello gezielt auf und zu machen, runde und eckige Formen in die vorgeformten Öffnungen werfen und Hundehaare vom Boden aufheben (meistens um sie zu essen).
Er liebt es, den Geschirrspüler auszuräumen, mir die Wäsche zum Aufhängen zu reichen, mit seinem Papa fangen zu spielen und Wasser in egal welcher Form.
Zur Zeit haben wir Besuch von Ute, einer ganz besonderen und lieben Freundin aus Österreich. Dann sind wir aber schon fast am Sprung nach Österreich: Am Dienstag fliegen Finn und ich nach Wien, Flo und Jenti folgen uns steten Fusses mit dem Auto. Dann gibts 2 Tage family & friends gefolgt von 5 Wochen Urlaub in der Provinz (OÖ). Hui, welch Freude, ich zähle schon die Stunden und kanns kaum erwarten, meine Eltern, Brüder, Verwandte und Freunde und Freundinnen wieder zu sehen!
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